Freiwillige Feuerwehr Straß im Attergau
A-4881 Straß im Attergau
Tel. 0664 73 42 06 46
ff-strass@vb.ooelfv.at

Notruf: 122

Nur ca. 2 % der normalen, durchschnittlichen Niederschläge wurden im heurigen November in Österreich gemessen. Ein solcher Wert wurde seit Beginn der Aufzeichnungen 1858 noch nie erreicht. Nur 1965 war der Oktober mit nahezu 3 % der durchschnittlichen Niederschläge ähnlich. ( Quelle: Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik ).

 

Die Trockenheit führt in unserer Gemeinde bereits jetzt bei einigen Quellen- und Brunnenanlagen zu Versorgungsengpässen.

Nahezu 100.000 Liter Wasser mussten bereits durch unsere Feuerwehr zu den Haushalten transportiert werden.

Bei annähernd gleichbleibender Wetterlage in den nächsten Wochen und im Frühjahr kann davon ausgegangen werden, dass noch  vermehrt Wassertransporte durchzuführen sind.

Wir sind sehr bemüht, die Wassertransporte rasch und unkompliziert zu organisieren.

Aufgrund der Trockenheit in den vergangenen Wochen musste unsere Feuerwehr mehrmals zur Wasserversorgung von Landwirtschaften und auch Privathäusern ausrücken. Mehr als 35.000 Liter Wasser wurden heuer bereits an Einwohner der Gemeinde Straß geliefert. Unsere Feuerwehr hat für die kommenden Monate einen Bereitschaftsdienst eingerichtet, sodass die Wassertransporte verlässlich jeden Tag des Monats durchgeführt werden können. Dieses System fand bereits bei vergangenen Trockenperioden Anwendung und läuft sehr reibungslos. Wir hoffen natürlich dass durch die Regenfälle in den letzten Tagen die Grundeigentümer wieder mit eigenem Trinkwassser ihr Auslangen finden.

Am Donnerstag, 12. 05. 2011, wurden wir von der Polizei, Ortsstelle St. Georgen zu einem Einsatz auf der Straße zur Ortschaft Lichtenberg alarmiert. 5 Mann fuhren mit dem Kommandofahrzeug aus und entfernten mittels Motorsäge einen Buchenstamm, welcher über die Straße lag. Im Anschluß wurde die Straße noch zur Gänze befahren, um weitere Schäden sofern notwendig zu beseitigen.

Im Anschluß rückten die Kameraden wieder ins Feuerwehrhaus ein und hielten noch die Einsatzbereitschaft aufrecht. Als das Unwetter vorübergezogen war, konnte wieder Entwarnung gegeben und die Einsatzbereitschaft beendet werden.

Am Montag, dem 24.1.2011, kam es um 20.40 Uhr auf der Oberwanger Landstraße im Bereich der Autobahnbrücke zwischen den Ortschaften Straß und Halt zu einem Verkehrsunfall. Beim Unfall wurde ein Fahrzeug über die Fahrbahn geschleudert und beschädigte dabei das Brückengeländer. Das Auto war schwer beschädigt, der Fahrer blieb weitestgehend unverletzt. Nach dem Ermitteln der Unfalldaten durch die zuständige Polizeidienststelle St. Georgen im Attergau wurde von uns die Fahrbahn wieder frei gemacht.

Am 13.1.2011 wurden wir um 14.21 Uhr zu einem Hochwassereinsatz in der Ortschaft Frohnbühel alarmiert.

Wir rückten mit dem Tanklöschfahrzeug und dem KLF aus. Zum Einsatz kamen dabei vor allem unsere 3 starken Tauchpumpen mit einer Saugleistung von bis zu 1200 l/min.

Die Schadenssituation stellte sich so dar, dass massive Oberflächenwässer durch Schneeschmelze und Starkregen vom hinter der Siedlung liegenden Hang, sowie das stark ansteigende Grundwasser, direkt in den Keller eines Wohnhauses eindrangen und diesen unter Wasser setzten.

Um den Wassereinbruch eindämmen zu können, haben wir entlang der Hausmauer einen zirka einen Meter tiefen Graben ausgehoben, in dem die leistungsstärkere Tauchpumpe ihren Einsatz fand. Die kleinere Pumpe wurde zum Absaugen des durch die Kellerfenster eindringenden Wassers verwendet, um dort ein Ansteigen des Wasserspiegels zu verhindern.

Im Anschluß erreichtete die Feuerwehr Powang in Absprache mit unserer Feuerwehr ca. 30 m von der Siedlung entfernt entlang des Hanges einen improvisierten Bretterdamm. Dadurch konnten die Oberflächenwässer wirksam von der Siedlung abgeleitet werden und der Wassereintrag wurde massiv eingeschränkt.

Um 20.45 Uhr waren die Wassermassen soweit unter Kontrolle, dass die zuständige Feuerwehr Powang die Einsatztätigkeit mit eigenen Mitteln weiter bewerkstelligen konnte. Weil in der Nacht weitere Starkniederschläge vorhergesagt wurden, rückten wir in unser Feuerwehrhaus ein und stellten sofort die Einsatzbereitschaft wieder her.

Besonderen Dank verdienen an dieser Stelle unsere Feuerwehrmitglieder, die trotz der sehr schlechten Witterung hervorragende Arbeit leisteten!

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