Freiwillige Feuerwehr Straß im Attergau
A-4881 Straß im Attergau
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Notruf: 122

REGELN ZUM THL- TAG IN STRASS IM ATTERGAU 2015



1. GRUNDSÄTZE DER THL- TAGE IN STRASS IM ATTERGAU
2. ZULASSUNG DER TEILNEHMER
3. TEAMS
4. ABLAUF
5. VERWENDUNG VON GERÄTEN
6. VERHALTENSREGELN
7. AUSWAHL DER TRAINER
8. REIHUNG DER TEAMS
9. EINSPRÜCHE


1. GRUNDSÄTZE DER THL- TAGE IN STRASS IM ATTERGAU 2015

1.1 Den Teilnehmern sollte es durch das gegenseitige Vermitteln von möglichen, zum Teil vielfach erprobten
Rettungstechniken besser möglich sein, verunfallten Personen patientenschonend und professionell die
notwendige Hilfe angedeihen zu lassen.
Ziel der THL- TAGE 2015 in Straß im Attergau ist nicht das Antreten verschiedener, internationaler Teams im
Wettkampf um eine Platzierung bei einer technischen Leistungsschau.

1.2 Es wird ausdrücklich festgehalten, dass an den THL- TAGEN 2015 in Straß im Attergau von den Trainern und
Teams Techniken zur Rettung von Personen gezeigt werden, welche nicht zwingend zum gewünschten Resultat
und damit zum Einsatzerfolg führen müssen. Die jeweilige Einsatzorganisation ist im Einsatz für die gewählten
Einsatzmittel und – techniken selbst verantwortlich, Erfolgsgarantien und Haftungen werden weder vom
Veranstalter noch von den Trainern übernommen.

1.3 Alle Angaben und Regelwerke gelten unabhängig von der gewählten Geschlechtsform im Text sowohl für
weibliche als auch männliche Personen gleich.

2. ZULASSUNG DER TEILNEHMER:

2.1 Alle Teilnehmer müssen auf dem Gebiet der technischen und medizinischen Unfallrettung kompetent, übungsund
einsatzerfahren sein sowie in einer Feuerwehr/ Rettungsorganisation tätig sein, die aktuell für die
Unfallrettung in ihrem Pflichtbereich bzw. Ausrückegebiet zuständig ist.

2.2 Die Teams werden durch das ORGA- TEAM der FF Straß zur Teilnahme zugelassen.

2.3 Letztlich wird das ORGA- TEAM der FF Straß immer versuchen, die maximale Anzahl von Teams zuzulassen.

3. TEAMS:

3.1 Ein Team besteht aus sechs Mitgliedern. Im Vorfeld ist ein Teamleiter ( Gruppenkommandant ) und ein innerer
Retter zu bestimmen und namentlich anzugeben. Es kann pro Team ein Reservemitglied angegeben werden,
das aber ersatzweise nur an der ganzen Übung zum Einsatz kommen kann.

3.2 Wenn es während der Übung zu einem Ausfall eines Teammitgliedes kommt, kann auf Wunsch des Teams und
mit Zustimmung des Cheftrainers die Übung mit verringerter Personalstärke weitergeführt werden.
Nach Rücksprache mit dem ORGA- TEAM kann ein Team auch von Beginn an nur aus fünf Mitgliedern
bestehen.

3.3 Bei der Anmeldung muss eine Haftungsausschlusserklärung dem Veranstalter gegenüber abgegeben werden.

3.4 Der Gebrauch von Funkgeräten und Mobiltelefonen während Übung und Vorbereitungszeit ist nicht zulässig.

3.5 Die Teammitglieder werden angehalten, diejenige Schutzausrüstung tragen, die sie im Einsatz normalerweise
auch verwenden. Die persönliche Schutzausrüstung ( Einsatzbekleidung und Helme ) der Teilnehmer muss den
geltenden Vorschriften und Normen der jeweiligen Bundesländer Österreichs bzw. der jeweiligen Nationen
entsprechen. Abweichungen der persönlichen Schutzausrüstung von den jeweiligen
Einsatzbekleidungsvorschriften sind nicht vorgesehen. Der Gebrauch von zusätzlichem Augenschutz ist
zwingend vorgeschrieben. Ebenso ist ein wirksamer Mundschutz ( beim Glasmanagement; keine Tücher oder
Neopren ) Pflicht. Gehörschutz wird empfohlen.

3.6 Für die Sicherheit beim Einsatz von mitgebrachtem Gerät ist das Team verantwortlich. Das Gerät ist vor der
Veranstaltung dem Cheftrainer oder von diesem befugten Personen vorzuführen. Bestehen Zweifel an der
Sicherheit, können diese den Einsatz verweigern.

3.7 Funkenerzeugendes Werkzeug ist verboten ( z. b.: Winkelschleifer ).

3.8 Bei Verstößen gegen die gängigen Unfallverhütungsvorschriften oder die Anweisung der Trainer oder des
Cheftrainers behalten wir uns eine Disqualifikation einzelner Teammitglieder oder des gesamten Teams vor.

3.9 Für den Transport, die Lagerung, die Versicherung und Bewachung von selbst mitgebrachtem Gerät ist das
Team selbst verantwortlich. Der Veranstalter kann nicht für den Verlust, Beschädigung oder sonstige Schäden
verantwortlich gemacht werden.

3.10 Falls ein Team ein neuartiges, selbst entwickeltes Gerät vorstellen möchte, muss eine Verwendung und
Vorführung vor der Veranstaltung mit dem ORGA- TEAM und dem Cheftrainer abgeklärt werden.

3.11 Der Gruppenkommandant und der innere Retter müssen am Abend bzw. am Morgen vor der Übung an der
Einweisung teilnehmen. Bei der Einweisung werden die Trainer vorgestellt und Details zum Ablauf der
Übungen bekannt gegeben.

3.12 Das Team muss sich beim Eintreffen am Veranstaltungsort unverzüglich beim ORGA- TEAM registrieren lassen.

4 ABLAUF:

4.1 Der THL- Tag 2015 in Straß im Attergau findet in der Disziplin „Standard“ statt. Hier wird eine schwierige
Unfallsituation dargestellt, die mit vollem zur Verfügung stehenden Geräteeinsatz abgearbeitet werden kann.
Maximale Zeit hierfür sind 20 Minuten.

4.2 In dem Unfallszenario ist mit Fahrzeugen auf Rädern, auf der Seite, oder auf dem Dach liegend, mit simulierten
feststehenden und losen Objekten sowie mit einer eingeklemmten Person ( Verletztendarsteller ) zu rechnen.

4.3 Die Unfallopfer werden in der Regel von Trainern dargestellt. Nur wo dies nicht möglich ist, werden
Übungspuppen eingesetzt.

4.4 Es werden keine Preise vergeben. Um sich mit anderen Teams vergleichen zu können, wird eine Punkteliste
geführt. Es steht dem Veranstalter frei, Punktelisten zu führen und zu veröffentlichen. Jedes Team erhält
jedoch eine Teilnahmebestätigung und ein Erinnerungsgeschenk.

5 Verwendung von Geräten

5.1 Es wird ein gewisses Maß an Flexibilität von den Teilnehmern bezüglich der Auswahl der vorgehaltenen Geräte
erwartet, welche vom Veranstalter und den Vereinbarungen mit den Sponsoren abhängen.

5.2 Eine persönliche, technische Geräteausstattung in Taschen bzw. am Werkzeuggürtel ist möglich, sofern deren
Inhalt vor unbeabsichtigtem Herausfallen gesichert ist ( Verschluss etc. ).

5.3 Alle Geräte müssen in Übereinstimmung mit den Herstellerangaben und gemäß den entsprechenden
Unfallverhütungsvorschriften betrieben werden.

6 Verhaltensregeln:

6.1 Von jedem Teilnehmer, Trainer, Helfer und dem Veranstalter wird erwartet, dass man sich an die Grundregeln
der Fairness hält. Der Veranstalter wird ungebührendes Verhalten nicht dulden und verfolgen. Jeder ist für sich
selbst verantwortlich.

6.2 Alle Trainer und Offiziellen des Veranstalters sind erfahrene Rettungs-, Feuerwehr- und Führungskräfte und
streben eine faire und unparteiliche Bewertung an. Es wird von allen Teilnehmern erwartet, dass sie die Person
und Funktion der Trainer respektieren.

6.3 Es wird von allen Teilnehmern, Gästen und Zuschauern Fair Play und kameradschaftliches Verhalten erwartet.

6.4 Es wird von allen Teilnehmern erwartet, dass sie das Eigentum anderer Teams und des Veranstalters
respektieren und dementsprechend behandeln.

6.5 Sollte durch den Cheftrainer festgestellt oder vermutet werden, dass sich während der Übung Teilnehmer
unter Alkohol- oder Drogeneinfluss befinden, wird das gesamte Team ausnahmslos disqualifiziert und für
weitere Teilnahmen an der Veranstaltung gesperrt. Generell gelten über die Dauer des gesamten Tages für alle
teilnehmenden Personen 0,0 Promille.

6.6 Sollten zwischen teilnehmenden Teams, Trainern, Helfern, Veranstalter und Firmen besondere Verbindungen
bestehen, die den Einfluss auf die Bewertung haben könnten, sind diese vor Veranstaltungsbeginn dem
Cheftrainer darzulegen.

7 Auswahl der Trainer:

7.1 Trainer müssen in der Unfallrettung besonders erfahrene Einsatz- und Führungskräfte sein.

7.2 Für jeden Ausbildungstag werden mindestens 16 Trainer eingeteilt. Diese werden durch den Veranstalter
gestellt und ausgewählt.

7.3 Die Trainer teilen sich auf in:

 1 Cheftrainer
 3 Trainer für Gruppenkommandanten
 3 Trainer für Innere Retter
 3 Trainer für Sicherungstrupps
 3 Trainer für Rettungs- / Werkzeugtrupps
 3 Verletztendarsteller

7.4 Die Trainer für Gruppenkommandanten müssen mindestens über die Ausbildung „Zugskommandant“
verfügen.

7.5 Die Trainer für innere Retter müssen mindestens über die Qualifikation „Rettungssanitäter“ oder gleichwertig
verfügen und aktiv Dienst in einer Rettungsorganisation ausüben oder mindestens fünfjährige Einsatzpraxis als
Rettungssanitäter ( oder mindestens vergleichbare Tätigkeit ) in einer Rettungsorganisation nachweisen
können.

7.6 Alle anderen Trainer müssen mindestens über eine Ausbildung zum „Gruppenkommandanten“ verfügen und
aktiv an der Ausbildung im Bereich der Umfallrettung mitwirken.

7.7 Der Cheftrainer ist Gesamtverantwortlicher für die Übungen.

8 Bewertung:

8.1 Die Bewertung der Teams mit Punkten hat nicht den Zweck, Wettbewerb und damit Ranglisten anzustreben.
Es geht dem Veranstalter darum, dass sich die jeweils antretenden Teams durch die bei der Übung beurteilten
Bewertungsbögen über ihren momentanen Trainingsstand informieren und die weiteren Trainingstätigkeiten
optimieren können.

8.2 Der Veranstalter strebt an, Technik und Taktik der praktizierten Unfallrettung zu verbessern und wird daher
versuchen, „wettkampfspezifische“ Verhaltensweisen zu unterbinden.

8.3 Alle Trainer werden bezüglich einer fairen und möglichst objektiven Bewertung intensiv eingewiesen und
überwacht.

8.4 Der Veranstalter erwartet von allen Trainern und Teilnehmern absolut professionelles und faires Verhalten
während der THL- Tage in Straß im Attergau.

8.5 Innerhalb einer Disziplin muss die Wertung durch ein gleichwertiges Trainerteam durchgeführt werden.

8.6 Trainer dürfen durch ihre Anwesenheit die Übung nicht behindern.

8.7 Während der Übung sind die Trainer für die Sicherheit im Arbeitsbereich verantwortlich.

8.8 Bei Sicherheitsbedenken können die Trainer die Übung mit einer Trillerpfeife jederzeit unterbrechen.
Unterbrechungen werden nicht auf die Übungszeit angerechnet.

8.9 Der Cheftrainer oder eine von ihm befugte Person ist für die Zeitnahme verantwortlich.

8.10 Es ist grundsätzlich möglich, dass Trainer und Teilnehmer aus der gleichen Organisation kommen. Dies ist im
Vorfeld mit dem Cheftrainer abzustimmen.

9 Einsprüche:

9.1 Die Trainer werden durch das ORGA- TEAM der FF Straß zur Teilnahme zugelassen. Die Teilnehmer bestätigen
ausdrücklich mit ihrer Anmeldung, dass Qualifikation und Person der am THL- Tag anwesenden Trainer
widerspruchslos anerkannt wird.
Ein Einspruch gegen die Person und Qualifikation der Trainer ist daher nicht zulässig.

9.2 Alle Einsprüche gegen die Bewertung werden durch den Cheftrainer angehört, nachverfolgt und dem
Veranstalter zur Entscheidung vorgelegt.

9.3 Einsprüche bezüglich des Versagens bzw. der Unvollständigkeit des Gerätesatzes sind sofort ( während der
Übung ) anzubringen.

9.4 Alle Einsprüche gegen die Bewertung müssen schriftlich vorgelegt werden. Sofern erkennbar ist, dass mit dem
Einspruch einzelne Trainer oder die Wertung an sich diskreditiert werden sollen, wird das Team von der
Veranstaltung ausgeschlossen.

9.5 Der Veranstalter wird entschlossen gegen Gerüchte und Flüsterkampagnen vorgehen, die das Ziel haben,
einzelne Trainer, Teams oder die Bewertung an sich zu diskreditieren.

Die Freiwillige Feuerwehr Straß im Attergau wünscht allen Trainern und Teilnehmern spannende,
interessante Vorbereitungen und erfolgreiche THL- TAGE 2015 in Straß im Attergau!

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